10. Juni 2026: Gesundheit durch Berührung

Ich bin gerade von einer Yoga-Trainer-Fortbildung zum Thema Hands-on und Assists heimgekehrt. Wir haben viele Yoga-Haltungen mit eigenem Körper zu unterstützen gelernt und dabei entdeckt, wie wir mit unseren Händen bei Yoga-SchülerInnen noch mehr Freiräume und Freiheit fördern können.

Menschen als soziale Wesen sehnen sich in der Regel nach Berührung. Maria Abel, Yoga-Lehrerin, Physiotherapeutin und Visionärin betreffend Gesundheitsprävention meint, dass wir durch Berührt-werden Verbindung erleben – mit uns selbst, mit anderen und mit dem Leben überhaupt. In unserer zivilisierten Gesellschaft hat sich der körperliche Kontakt auf Hände schütteln, ev. Umarmen reduziert und findet sonst nur in therapeutischem Kontext oder bei Paaren als sexuelle Berührung statt.

Wir wissen, dass Babys und Kinder Körperkontakt brauchen, um sich gesund zu entwickeln, nämlich auf geistiger, emotionaler und körperlicher Ebene. Und wenn wir als Erwachsene ohne oder mit sehr wenig Mensch-zu-Mensch-Kontakt leben – nur noch Bildschirme streicheln oder vielleicht noch eine Katze -, dann kann man sich fragen, ob dadurch Degeneration eben auch geistig, emotional und körperlich folgen kann. Das ist eine kühne Hypothese. Sie sei als deutliche Aufforderung gemeint, Berührung wieder öfter zu teilen und mehr vom Leben berührbar zu werden. Die Forschung im Feld Nervensystem und Trauma erwähnt Berührung als Medizin. Beispielsweise lässt sich der Vagusnerv als zentraler „Entstresser“ durch Selbstumarmung oder Selbstmassage im Bereich des Nervenverlaufs stimulieren. Vagus-Übungen

Gesundheit heißt auf Sanskrit „svasthya“ und kann mit „im Selbst verankert sein“ oder „im Selbst ruhen„ übersetzt werden. Berührung hilft dabei. Sie ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor und mit so wenig Aufwand umsetzbar.

Ein paar gute Möglichkeiten, neue Qualitäten von Berührung zu erfahren, sind folgende:

Ich wünsche einen berührenden und berührungsreichen Sommer!

— Posted on 10. Juni 2026 at 12:39 by

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